Amadeus

von Peter Shaffer

Im Jahre 1823 blickt der Hofkapellmeister Salieri als alter Mann auf sein Leben zurück, und die Bilanz ist niederschmetternd.

Bereits als Kind von dem Wunsch besessen, ein berühmter Musiker zu werden, hat der junge Salieri mit Gott einen "Pakt" geschlossen. Er gelobt ihm einen moralisch einwandfreien Lebenswandel, wofür er sich als Lohn den künstlerischen Erfolg erhofft. Dies scheint in der Tat einzutreffen, da er es rasch zum Hofkapellmeister in Wien bringt. Doch dann taucht Mozart in Wien auf.
Salieri erkennt sofort dessen überlegene Genialität, gegen die seine eigene Musik einfallslos und trivial erscheint. Er ist durch die provozierende Leichtigkeit des Mozart zugefallenen Talents schockiert.
Er sieht sich von Gott verraten, weil ihn der ungleich begabtere Mozart, der scheinbar keinen Preis dafür zu bezahlen braucht, so mühelos überflügelt. Deshalb fasst er den Entschluss, aus Vergeltung für die Ungerechtigkeit Gottes dessen ”göttliches Gefäß” zu zerstören. Mozart endet im Armengrab.

Doch trotzdem ist Salieris Plan gescheitert. Obwohl das jämmerliche Ende des Genius bereits dreißig Jahre zurückliegt, lebt seine Musik unverändert weiter. In Erwartung seines baldigen Todes entschließt Salieri sich zu einem letzten Schritt und lässt das Gerücht verbreiten, er selbst habe Mozart vergiftet, um wenigstens auf diese Weise noch an dessen Unsterblichkeit teilzuhaben...

Mitwirkende   

Antonio Salieri

Michael Huber

Wolfgang Amadeus Mozart

Leonard Zorn

Kaiser Joseph II

Wolfgang Beckers

Graf Johann Kilian von Strack, Kaiserlicher Kammerherr

Bernhard Neef

Graf Franz Orsini-Rosenberg, Direktor der Nationaloper

Horst Huth

Baron Gottfried van Swieten, Präfekt der Nationalbibliothek

Lothar Gärtner

Venticelli 1

Franz Kapinus

Venticelli 2

Walter Lederer

Salieris Diener, Majordomus

Theophil Kirsch

Salieris Konditor

Eugen Leinberger

Constanze Mozart, geb. Weber

Sandra Lackner 

Katharina Cavalieri, Salieris Schülerin

Vera Finck

Teresa Salieri, Salieris Frau

Erika Pedde-Schiedt

Kostüm Erika Pedde-Schiedt

musikalische Unterstützung

Eddy Tüser

Technik

Uschi Barth, Wolfgang Döngi, Nicole Mosdzien 

Soufflage, Regieassistenz

Luitgart Hutzler

Regie

Uschi Barth

Kritik der Rhein-Neckar-Zeitung vom 27. 11. 2006

Kritik der Zeitschrift "Schau.Spiel", Ausgabe 2/2006