Die Physiker

Schauspiel von Friedrich Dürrenmatt

Das ganze Schulgebäude, in dem das Stück gespielt wurde, wurde zum Irrenhaus umfunktioniert. Die Theaterbesucher merkten schon beim Einlass, dass hier nichts normal ist. Die 'Irren' laufen frei herum, dazwischen Pfleger und Krankenschwestern. Die Bühne, ein schräg auf die Spitze gestelltes Quadrat ist mit Packpapier umwickelt, welches nach und nach in Fetzen gerissen wird und damit die Spielfläche freigibt.
Möbius, ein berühmter Physiker, hat eine Formel entdeckt, die, falls sie in falsche Hände geraten wäre, den pauschalen Selbstmord der Menschheit bewirkt hätte. Er sieht nur eine Möglichkeit, dies zu verhindern: Er spielt den Verrückten und lässt sich in eine Irrenanstalt einweisen. Doch auch dort ist er nicht sicher, denn zwei Geheimagenten aus Ost und West wollen ihm das Geheimnis abjagen. Der eine behauptet, Isaac Newton zu sein, der andere gibt sich für Albert Einstein aus. Krankenpflegerinnen, die ihnen auf die Schliche kommen, müssen sterben. Auch die Polizei tritt jetzt auf den Plan. Möbius vernichtet schließlich seine Formel, hat jedoch die Rechnung ohne die Anstaltsleiterin, das jungfernhafte Fräulein Dr. von Zahnd, gemacht. Die hat sich nämlich Kopien beschafft und ist im Begriff, Möbius' Entdeckung an einen weltbeherrschenden Trust weiterzugeben. Sie erweist sich am Ende der Komödie als die einzige Verrückte und ausgerechnet sie hält das Schicksal der Welt in der Hand. Dem Untergang der Welt steht nichts mehr im Wege.
Es spielten
Lu Hutzler, Hanne Tschakert, Sandra Schmitt, Lothar Gärtner, Horst Huth, Michael Huber, Alexander Hertel, Ursula Roßnagel, Uschi Barth, Cathriona Siffling, Karl-Heinz Tschakert, Steffen Süß, Andreas Träumer-Huß, Florian Hertel, Björn Lachat, Stephan Stock, Alexander Ries, Isabell Weber, Katharina Nikolay, Madeleine Hess, Angela Falk, Valeska Glonb, Julia Gresler, Angie Schahl, Dana Nicolai, Claudia Kernbach, Katharina Paschek, Catalina Sanchez-Castro, Taya Menrath, Mary Foster, Christine Glock, Yvonne Bräunling, Maria Ch. Mylus, Eva Bachmann, Christoph Kaiser
Regie
Uschi Barth
Licht
Christoph Kaiser, Wolfgang Döngi
Souffleuse
Monika Unger

gefördert vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport über den Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V.